Kino, Konzert, Theater

7:10Der nächste Kinoabend organisiert vom Frauenverein Feldmeilen findet am Donnerstag, 24. Mai 2018 statt. Ausgewählt wurde der Film

 

DOCTEUR KNOCK

 

Mit einem Schein in der Tasche, der sein abgeschlossenes Medizinstudium beglaubigen soll, trifft Dr. Knock (Omar Sy) in dem kleinen Städtchen Saint-Mathieu ein. Was niemand weiss: der neue junge Dorf Arzt hat nie eine Universität von innen gesehen. Die meisten Bewohner der Stadt sind kerngesund, doch Dr. Knock wird bei jedem einzelnen eine passende Krankheit diagnostizieren. Und ihnen damit das Geld aus der Tasche ziehen. Alles läuft nach Plan und der sympathische und allseits beliebte, schlitzohrige Herr Docteur freut sich über klingende Kassen. Doch dann verliebt er sich in die grossmütige Adèle (Ana Girardot) - und aus seiner eigenen Vergangenheit taucht eine finstere Gestalt auf… Die fröhliche Hochstapler-Komödie überzeugt mit einem bestens gelaunten Omar Sy («Intouchables»).

 

Treffunkt: Donnerstag, 24. Mai 2018,  17:10 Uhr Bahnhof Feldmeilen, Filmbeginn  17:45 Uhr im Kino Le paris (siehe aktuelles Kinoprogramm)

 

Anmeldung: bis Mittwoch 2018, 14.00 Uhr bei Vroni Heimgartner, 076 471 41 14 oder vroni.heimgartner@sunrise.ch


Nach einer längeren Pause wird der Kinoabend vom Frauenverein Feldmeilen wieder angeboten. Am Montag, 30. April geht die Reise per Schiff nach Zürich und anschliessend ins Kino Le Paris. „Lady Bird“ wurde diesmal ausgewählt.

 

Lady Bird gehört nicht in dieses kalifornische Kaff. High School, Familientrouble und erste ernüchternde Erfahrungen mit Jungs: das kann doch nicht alles sein. Kein Wunder träumt die 17-Jährige davon, flügge zu werden und an der coolen Ostküste zu leben. Leidenschaftlich rebelliert sie gegen die Enge in ihrem Elternhaus und gerät dabei regelmässig an ihre Mutter (grossartig: Laurie Metcalf). Zwischen Trotz, Wut und Resignation zieht eine wundervoll fragile Saoirse Ronan sämtliche Gefühlsregister in der Rolle der verletzlichen jungen Frau. Das zauberhafte Regiedebüt der Schauspielerin Greta Gerwig («Frances Ha») sorgt auf der ganzen Welt für euphorische Publikums- und Kritikerreaktionen. Es zeigt leichtfüssig und echt, was es heisst, erwachsen zu werden und versprüht dabei massenhaft Charme und Witz. T

 

Treffunkt: Montag, 30. April 2018 um 16.35 Uhr Schiffstation Herrliberg, oder direkt vor dem Kino Le Paris um 17.50. Filmbeginn 18.00 Uhr Anmeldung: bis Montag, 30. April, 14.00 Uhr bei Vroni Heimgartner, 076 471 41 14 oder vroni.heimgartner@sunrise.ch

2018 Rückblick


Theater im März

 

 "Letzter Wille" von Fitzgerald Kusz

Ein altes Thema, erfrischend bösartig aufbereitet. Erbtante Martha, allein stehend, ist gestorben und hinterlässt ein Vermögen. Nach der Beerdigung trifft sich die Verwandtschaft gleich in Tante Marthas muffig «guter Stube». Die Masken fallen zunehmend, denn jeder will sich den grössten Anteil unter den Nagel reissen. Ein rabiater Kampf um jede Existenz und um jede Vase beginnt. Hemmungslos wird in Tante Marthas Privatleben gewühlt. Da taucht ein Testament auf!

 

 

2017 Rückblick


Kino im November

 

DIE LETZE POINTE

 

Für ihre 89 Lenze ist Gertrud Forster beneidenswert vital und selbständig. Ihre grösste Angst ist es, dement im Altersheim zu enden. Umso schockierter ist sie, als ein eleganter Engländer bei ihr auftaucht, weil sie ihn auf einer Dating-Plattform für Senioren angeschrieben hat. Da Gertrud sich an nichts dergleichen erinnern kann, möchte sie nur noch eins: ihr möglichst selbstbestimmtes Ende, bevor sie auf der Demenzstation landet. Die Familie hat keine Ahnung von Gertruds finalem Vorhaben. Doch alle - Tochter, Enkel und sogar Urenkelin - glauben besser zu wissen, was für Gertruds Zukunft richtig ist. Aber Gertrud muss einmal mehr ganz eigene Wege gehen...

 

 

Theater im November

20 Jahre Kino-Besuche wird Gefeiert !

 

Der Frauenverein Feldmeilen besucht das Atelier Theater Heubühne in Feldmeilen, die wunderbare Komödie "Zur kleinen Sehnsucht" ein szenischer Reigen um die Liebe, gegeben wird. 

 

Kino im September

Aurore

 

Agnès Jaoui glänzt mit gewohntem Witz und Wärme als Frau im besten Alter, die sich nicht unterkriegen lässt. Ohne Mann und ohne Arbeit, aber mit höllischen menopausalen Hitzewallungen, und demnächst auch mit Enkelkind: Aurore fühlt sich mehr und mehr auf das Abstellgleis gedrängt. Doch den Humor verliert sie nicht, sie erlangt ihre Unternehmungslust zurück und erobert in der Folge das Herz ihres unverhofft wieder aufgetauchten Jugendschwarms Totoche. Wird nun alles gut für Aurore? Der Regisseurin Blandine Lenoir gelingt eine un- und aussergewöhnliche Komödie voller Schwung, in welcher auch die kleinste Nebenrolle Charme und Zärtlichkeit versprüht.

 

Kino im September

CE QUI NOUS LIE

Regie Cédric Klapisch

 

Jean hat das elterliche Weingut im Burgund vor zehn Jahren verlassen, um eine Weltreise zu unternehmen und in Australien Wein zu produzieren. Er kommt zurück, um seinem Vater einen letzten Besuch abzustatten. Bei dieser Gelegenheit hilft er seiner Schwester Juliette, die zusammen mit dem Bruder Jérémie zum ersten Mal die Weinlese allein verantwortet. Über die Jahreszeiten, die aufeinanderfolgen, finden die drei jungen Erwachsenen ihre Familienbande wieder. Gemeinsam müssen sie entscheiden, ob die Familientradition weitergeführt werden soll oder jeder seinen eigenen Weg geht.

 

 

Kino im Juni

Sage Femme

Martin Provost

 

Mit Catherine Deneuve und Catherine Frot in einer neuen französischen Komödie Claire ist eine Hebamme mit Leib und Seele. Mit den Jahren jedoch sieht sie sich immer mehr mit den modernen, unpersönlichen Methoden der Krankenhäuser konfrontiert. Da erhält sie eines Tages einen Anruf von Beatrice, der frivolen und extravaganten früheren Geliebten von Claires verstorbenem Vater. Beatrice hat wichtige Neuigkeiten und möchte, nachdem sie vor 30 Jahren spurlos verschwand, Claire nun dringend wiedersehen. Mit der pflichtbewussten und zurückhaltenden Claire und der lebenslustigen Beatrice prallen Welten auf einander. Mit ihrem unerwarteten Wiedersehen werden nicht nur alte Erinnerungen wach und Geheimnisse gelüftet, es wird auch nichts mehr so sein wie es war...

 

Kino im Mai

DANCING BEETHOVEN  

 

„Alle Menschen werden Brüder“, heisst es in Schillers „Ode an die Freude“, die Ludwig van Beethoven in seiner berühmten 9. Symphonie vertonte. In Maurice Béjarts Ballettfassung des grossen Werkes wird diese Utopie zu getanzter Wirklichkeit. In meisterhaft gestalteten Bildern wird uns die atemberaubende Entstehungs-geschichte eines der erfolgreichsten Tanzstücke des weltberühmten Béjart-Balletts Lausanne präsentiert. Neun Monate haben die Tänzerinnen und Tänzer unter Zubin Mehta trainiert, das Israel Philharmonic Orchestra und die Mitglieder des Titsu Yu Kai Choiur geprobt.

Kino, Kaffee, Kuchen im April

RADIN

 

François Gautier wendet täglich nicht nur viel Zeit und Energie auf, um an allen möglichen Ecken und Kanten Geld zu sparen; eisern versucht er mit ebenso viel Einfallsreichtum, seine notorische, geradezu krankhafte Sparsamkeit zu kaschieren, um ein halbwegs normales Sozialleben zu führen. Mangels wahrer Freunde verbleibt ihm als einzigem Verbündeten sein Bankier. Bis die Cellistin Valérie auftaucht, die ernsthaft an François interessiert zu sein scheint. Nur ist Geiz wohl einer der schlimmsten Romantik-Killer, der ein Erblühen jeglicher Liebesgefühle im Keim zu ersticken droht. Als auch noch die 16- jährige Laura eines Tages vor seiner Tür steht und ihm offenbart, dass sie seine Tochter sei, sieht François einen Haufen (Geld-) Probleme...Die fröhliche Geizkragen-Komödie aus Frankreich zeigt Dany Boon („Bienvenue chez les Ch’tis“) in bester Spiellaune: ein Riesenvergnügen!

 

Theaterbesuch im März

 „Charly’s Tante“

 

In drei Akten von Brandon Thomas, bearbeitet von Wolfgang Kraus Dialektfassung und Adaption an die TGBM: Ernst Johannes Krapf / Katharina Seiler.

 

Die drei verliebten, nicht mehr ganz jungen Künstler-Freunde Charly, der Schriftsteller, Hans, der Bildhauer und Fredy, der Schauspieler leben nah beieinander. Charly und Hans sogar zusammen in der gleichen Wohnung. Sie kommen finanziell mehr schlecht als recht über die Runden, Hans wird durch seinen Vater finanziell unterstützt, Charly und Fredy warten seit Jahren auf ihren künstlerischen Durchbruch. Doña Luçia d’Alvarez aus Argentinien, die Tante von Charly, will am Zürichsee sesshaft werden und kündigt einen Besuch an. Der kommt Charly und Hans gerade recht. Sie laden für diesen Anlass die beiden Damen Anni und Karin ein um ihnen ihre Liebe zu gestehen. Kurzfristig verschiebt Doña Luçia jedoch ihren Besuch. Was nun? Ein Ersatz muss her! Der Schauspieler Fredy wird dazu überredet. Und damit beginnen die Turbulenzen. Und wenn dann die echte Doña Luçia d’Alvarez mit Ella, der Angebeteten von Fredy, doch noch kommt, ist das Chaos perfekt! Der Schwank spielt in den 70er-Jahren in Meilen.

Kino im Februar

 Jackie

 

Sie war die ungekrönte Königin der USA, die erste wirkliche First Lady im Weissen Haus, eine Stilikone und ein Vorbild für die Frauen ihrer Zeit: Jackie Kennedy. Und sie wurde noch viel mehr für ihr Land – ausgerechnet durch eines der tragischsten Ereignisse der sechziger Jahre: die Ermordung ihres Mannes am 22. November 1963 in Dallas, Texas. Regisseur Pablo Larraín schildert in seinem mitreissenden Drama JACKIE die sieben Tage, die dem Attentat folgen – es ist sowohl für Jackie Kennedy als auch für den Zuschauer eine echte Tour de Force, die zwischen Fassungslosigkeit, Trauer, Wut und dem Kampf um die Kontrolle in einer absoluten Ausnahmesituation oszilliert und ein gleichermassen stilisiertes wie vielschichtiges Porträt einer Frau . 

 

Kino im Januar

LOVE AND FRIENDSHIP

 

Die bildschöne und äusserst zielstrebige Lady Susan Vernon (Kate Beckinsale) besitzt zwar berüchtigt betörende Reize, aber keinen festen Wohnsitz. Um sowohl für sich, als auch für ihre Tochter eine vorteilhafte Ehe zu arrangieren, quartiert sie sich bei ihrer Schwägerin (Chloë Sevigny) und deren etwas unbedarften, aber äusserst wohlhabenden Ehemann ein. Mit viel Biss und Humor katapultiert Regisseur Whit Stillman Jane Austens neuentdeckte Perle in die Moderne. 

 

 

 

2016 Rückblick


Kino im Dezember

FLORENCE FOSTER JENKINS

 

Florence Foster Jenkins grösster Traum ist es, eine berühmte Opernsängerin zu sein. So gross die Liebe der so liebenswerten wie exzentrischen New Yorkerin für den Gesang auch sein mag, so wahr ist leider auch die Tatsache, dass ihre Stimme nicht im Geringsten dafür taugt – mag sie auch in den eigenen Ohren noch so süss klingen. Florences Partner St Clair Bayfield sowie ihr Pianist Cosmé McMoon tun alles, um Florance‘s Traum nicht zu untergraben. Und so steigert sich die Diva in den Wunsch hinein, in der Carnegie Hall ein Konzert zu geben… Die wahre Geschichte der „wohl schlechtesten Opernsängerin aller Zeiten“ inszeniert Stephen Frears (The Queen) furios mit den wunderbaren Maryl Streep und Hugh Grant.

 

Theater im November

Der PARASIT

oder

Die Kunst sein Glück zu machen

 

Für die Inszenierung besorgt ist Annegret Trachsel, in der Mitte wird sinnbildlich eine Drehtür stehen, um die Angestellten eines Büros wahlweise auf die Strasse zu schleudern, unauffällig verschwinden zu lassen oder um ihnen einen effektvollen Auftritt zu ermöglichen. Das Ensemble mit Miriam Aring-Maegli, Manfred Reinecke, Lilo Rieder, Helmuth Stanisch, Jean-Rudolf Stoll, Andreas Trachsel, Marcel Zarske und dem Neuzugang Lotti Freuler probt seit Juli mit Genuss das gegenseitige Reinlegen und Betrügen. Und die Winkelzüge auf der Bühne machen noch umso mehr Spass, als sie mit einzelnen Liedern erweitert und von Corina Gieré auf dem Klavier begleitet werden.

Kino im Oktober

MOTHER'S DAY

Regie: Gary Marshall

 

Mit Jennifer Aniston, Julia Roberts, Kate Hudson u.a. Nachdem Gary Marshall mit Valentinstag und Happy New Year bereits zwei Feiertage filmisch als Ensemblefilm umgesetzt hat, widmet er sich nun zusammen mit Julia Roberts dem Mother’s Day, dem Muttertag. Mother’s Day, Muttertag, ist beinahe auf der ganzen Welt ein Tag, an dem man seiner Mutter zeigt, wie gern man sie hat und wie dankbar man ihr ist. So entfalten sich in Mother’s Day zahlreiche Geschichten über unterschiedliche Mütter, die mehr oder weniger lose miteinander verbunden sind. Die Mütter stehen alle mitten im Leben, während der Feiertag näher rückt. An diesem Tag werden sie schließlich mit ihren Söhnen und Töchtern zusammentreffen werden.

MEDECIN DE CAMPAGNE

Regie: Thomas Lilti

 

Jean-Pierre ist seit über 30 Jahren Landarzt und überaus beliebt. Stets hat er ein offenes Ohr für die Nöte seiner Patienten. Dann stellt sich heraus, dass es mit seiner eigenen Gesundheit nicht zum Besten steht. Er sieht sich gezwungen, eine Vertretung einzustellen. Diese kommt schneller als ihm lieb ist - in Gestalt der attraktiven und selbstbewussten Dr. Nathalie Delezia... In den Hauptrollen des charmanten Überraschungs-erfolgs aus Frankreich glänzen François Cluzet („Intouchables“) und die bezaubernde Marianne Denicourt. Subtil erzählt, voller Zärtlichkeit, Humor und Menschlichkeit - eine wahre Kino-Perle.

Filmfestival im August

Another Year

Regie: Mike Leighs

 

Ehepaar im Zentrum von Mike Leighs neustem Film mag nicht annährend so aufgekratzt sein wie Poppy in Happy Go Lucky, doch der Brite nähert sich angestammten Themen wie Familie, Freundschaft und Klassen- oder Milieu-Unterschieden abermals über unerschütterlich glückliche Protagonisten. Weil sie allerdings umgeben sind von einigen sehr unglücklichen Freunden und Verwandten steht hier mehr denn je die Frage im Mittelpunkt, in welchem Verhältnis das Glück der einen zum Unglück der anderen steht.

 

 

ZEN FOR NOTHING

 

Die Schauspielerin Sabine Timoteo macht sich auf die Reise nach Japan. Ihr Ziel heisst Antaiji, ein abgelegenes Zen- Kloster, versteckt in den bewaldeten Bergen der Westküste. Antaiji ist ein Ort der Einkehr und der Ruhe, ein Ort an dem die Uhren anders gehen als in unserem hektischen Alltag. Hier empfängt Abt Muho Nölke, Autor des Buches „Zazen oder Der Weg zum Glück“, Menschen, die eine Auszeit von den täglichen Anforderungen unserer Zivilisation nehmen und ihrem Selbst wieder näher kommen möchten. Oder wie es Muho ausdrückt: „Ich halte die Tore für jeden offen, der hier mit uns den Weg des Zen gehen will.“ Ein halbes Jahr verbringt Timoteo in Antaiji, dem „Kloster des Friedens“, eingebettet in einen festen Tagesablauf, der vor Sonnenaufgang beginnt und in dem jede Tätigkeit ihren festen Platz hat. Im Mittelpunkt steht die Meditation, im Zen Zazen genannt, der ein Weg des „Loslassens, Sich-Öffnens und Verantwortung- Übernehmens für das Leben“ ist. Begleitet wird die innere Reise der Protagonistin von Zitaten des Zen-Meisters Kodo Sawaki.

 

NOUS TROIS OU RIEN

 

Leichtfüssig und humorvoll, aber nie den ernsten historischen Hintergrund ausblendend, zeichnet Schauspieler und Regisseur Kheiron in seinem mit mehreren Preisen ausgezeichneten „universellen Märchen“ „Nous trois ou rien“ die wahre Lebensgeschichte seiner Eltern nach, die mit ihrer freigeistigen Einstellung in Konflikte, mit gleich zwei hintereinander folgenden Regimes im Iran, geraten. Der Kampf um eine gerechtere Gesellschaft ist für Kheirons Eltern eine Aufgabe, der sie sich mit Herzblut stellen. Auch eine Gefängnisstrafe ändert nichts an der Haltung von Kheirons Vater. Nach seiner Entlassung entschliesst er sich zusammen mit seiner Frau nach Frankreich zu flüchten, wo man sich mit bescheidensten Mitteln eine neue Existenz aufbaut und den noch im Iran geborenen Sohn grosszieht. Auch in der rauen Realität der Pariser Vororte setzt das Ehepaar seine positive Energie mit viel Herz für eine Verbesserung des Zusammenlebens ein, ein Engagement, das bis heute andauert.

Kino im Juli

TRUTH.

 

Die USA im Jahr 2004. Mary Mapes ist die engagierte und erfolgreiche News-Chefin beim Fernsehsender CBS News, der mit Mapes freundschaftlich verbundene Dan Rather ein langjähriger und beliebter Moderator. Im Zuge der anstehenden Präsidentschaftswahlen erhält Mapes Zugang zu Dokumenten, die beglaubigen sollen, dass Präsidentschaftskandidat George W. Bush in den 60er Jahren Dank der illegalen Protektion durch hochstehende Kreise einem Einsatz im Vietnam-Krieg entkam. Mapes lässt die Echtheit der belastenden Dokumente prüfen und lanciert dann einen Sendebeitrag, der Bush schwer belastet. Damit löst sie eine Hetzkampagne gegen sich aus, die sie schon bald den Job und die Freundschaft mit Rather kosten könnte...

 

 

Herr der Diebe

von Cornelia Funke

 

«Erwachsene erinnern sich nicht daran, wie es war, ein Kind zu sein. Auch wenn sie es behaupten. Sie wissen es nicht mehr. … Manchmal reden sie davon, wie schön es war, ein Kind zu sein. Sie träumen sogar davon, wieder eins zu sein. Aber wovon haben sie geträumt, als sie Kinder waren? … Sie träumten davon, endlich erwachsen zu sein.» (aus dem Prolog) La Scaletta – die junge Bühne im ATM führt uns mit dem Kinderbuchklassiker HERR DER DIEBE nach Venedig. Wir erleben eine Bande heimatloser Kinder, die ohne Erwachsene in einem verlassenen Kino leben, ihren Anführer Scipio, der sich selbst Herr der Diebe nennt und zwei Schwestern, die aus Hamburg weggelaufen sind, weil ihre Mutter tot ist und ihre Tante sie trennen will, sowie einen  Detektiv mit seiner kranken Schildkröte. Was es wohl mit dem rätselhaften Auftrag auf sich hat, der die Kinder auf eine Laguneninsel führt, eine Insel, die ein Geheimnis birgt, das alles verändert?

 

 

Kino im Juni

 JULIETA.

 

Julieta lebt mit ihrer Tochter Antía in Madrid. Sie leiden beide in Stille am Verlust von Xoan, Antías Vater und Julietas Ehemann. Doch manchmal bringt Trauer Menschen nicht näher zusammen, sondern treibt sie auseinander. Nach ihrem 18. Geburtstag verlässt Antía ihre Mutter ohne ein erklärendes Wort. Julieta sucht sie auf jedem erdenklichen Weg, aber alles, was sie herausfindet, ist, wie wenig sie über ihre Tochter weiss. «Julieta» erzählt davon, wie eine Mutter gegen die Ungewissheit ankämpft und sie zu überwinden sucht. Er erzählt auch vom Schicksal, von den Schuldgefühlen und von dem unergründlichen Rätsel, dass wir dazu fähig sind, geliebte Menschen zu verlassen und sie aus unserem Leben zu streichen, als hätten sie nie existiert.

 

Kino im Mai

„EN MAN SOM HETER OVE“

Regie: Hannes Holm · Schweden

 

Eigentlich hat Ove ein grosses Herz für seine Mitmenschen. Doch seit seine geliebte Frau Sonja gestorben ist und man ihn vorzeitig in Rente geschickt hat, sieht er keinen Sinn mehr im Leben. Nun trifft er – ganz konkret und pragmatisch – Vorbereitungen zum Sterben. Als im Reihenhaus nebenan aber eine junge Familie einzieht, erfährt Oves Leben eine entscheidende Wendung. Mit A MAN CALLED OVE kommt die lang ersehnte Verfilmung von Fredrik Backmans Weltbestseller in die hiesigen Kinos. Mit viel hintergründigem Witz erzählt Hannes Holm diese hinreissende Komödie über eine unerwartete Freundschaft und eine grosse Liebe. In der Titelrolle brilliert Schwedens Schauspielstar Rolf Lassgård (AFTER THE WEDDING).

 

Theater März

Theatergruppe Bergmeilen

Die Millionärswitwe Edith Wildmann scheint zu einer immer sonderbareren alten Dame zu werden. Sie trägt blau gefärbtes Haar und stets einen abgewetzten Plüschteddy im Arm, den sie hütet wie ihren Augapfel. Doch mit dem Familienerbe geht locker um. Sie investiert in Theaterproduktionen, um sich den Traum der Schauspielerei zu ermöglichen, und gründet eine gemeinnützige Stiftung, die grosszügig karitative Luftschlösser unterstützt. Ihre Stiefkinder Isabella, der Richter Samuel und Nationalrat Titus finden dies alles andere als begrüssenswert. Sie bangen um ihr Familienvermögen, das in den Händen der Witwe kontinuierlich zu schwinden droht. Die raffgierigen Zweiterben beschliessen ihre Stiefmutter in eine Privatklinik einzuweisen, um sie zur Vernunft und sich selbst zum Geld zu bringen. In der beschaulichen Villa Waldfrieden wird die neue Bewohnerin schon aufgeregt erwartet. Die vertraute Gemeinschaft nimmt sie liebevoll auf und Edith findet in den spleenigen Bewohnern wahre Freunde. Doch Zeit zum Durchatmen bleibt der sonderbaren Dame nicht …

 

Kino im Februar

Kirschblüten und Rote Bohnen

 

AN - VON KIRSCHBLÜTEN... ...UND ROTEN BOHNEN. Ein Meisterwerk von Naomi Kawase. Tokio, Zeit der Kirschblüte. Sentaro steht wie jeden Tag in seiner winzigen Bäckerei, als die betagte Tokue vorbeikommt. Sie möchte als Aushilfe anfangen. Sentaro reagiert ablehnend - bis er Tokues An, eine traditionelle süsse Bohnenpaste, probiert. Diese ist so unbeschreiblich gut, dass der Bäcker sofort alle Bedenken über Bord wirft und die Frau einstellt. Bald entsteht zwischen Tokue und Sentaro, die beide ein Geheimnis haben, eine Freundschaft. Und das Geschäft erblüht - denn die An-Zubereitung ist für Tokue nicht einfach eine Arbeit. Vielmehr zeigt sich darin ihre tiefe Verbundenheit mit der Natur und ihr Respekt vor dem Leben...

Kino im Januar

MIA MADRE

 

Regisseurin Margherita steckt mitten in den Dreharbeiten für ihren neuen Film, die nicht so recht vorankommen wollen und die unter den exzentrischen Allüren des Hauptdarstellers leiden, der kaum eine Textzeile im Kopf behalten kann. Eigentlich ist Margherita aber mit dem Herzen bei ihrer schwer kranken Mutter Ada, die sie ebenso wie ihr Bruder so oft es geht im Spital besucht. Auch um ihre Tochter im Teenageralter möchte sich Margherita kümmern können. Als sich der Zustand von Ada verschlechtert ist das für Margherita kein Grund, einen Gang runterzuschalten. Alles unter einen Hut zu bringen kostet Margherita alle Kraft, die sie hat, und überschattet den Abschied von ihrer Mutter, der immer unausweichlicher scheint.

2015 Rückblick


Kino im Dezember

SCHELLEN-URSLI

 

Der Frauenverein Feldmeilen beendet das spannende Kinojahr 2015 am Dienstag, 15. Dezember mit dem Film SCHELLEN-URSLI

 

Den Sommer verbringt Ursli zusammen mit seinen Eltern auf der Alp, wo er die Geissen hütet. Bei der Alpabfahrt geht ein Teil der Ernte verloren und so muss sich die Familie beim reichen Krämer im Dorf verschulden. Schlimmer noch: Ursli soll Roman, dem Sohn des Krämers, seine Lieblingsgeiss Zila überlassen. Der einzige Trost für Ursli ist, dass er zu seinem Geburtstag die grösste Glocke für den alljährlichen Chalanda Marz Umzug erhalten soll. Was für eine Enttäuschung ist es da für ihn, als er statt der ersehnten grossen Glocke nur ein paar Schellen erhält - und von allen Schellen- Ursli gehänselt wird. Weil er sich das nicht gefallen lassen will, macht sich Ursli auf den gefährlichen Weg zum Maiensäss, wo seit Jahren eine grosse Glocke an der Decke hängt...

 

Theater im November

„BUNBURY“

 

oder „Ernst sein ist alles“ ist ein Meisterstück der Satire. Es ist Oscar Wildes letzte, berühmteste und erfolgreichste Komödie. Mit der Regie beauftragt ist Udo van Ooyen, der bereits zum achten male fürs Atelier Theater HeuBühne inszeniert.

 

Diese „triviale Komödie für seriöse Leute“, wie BUNBURY auch überschriftet wurde, ist vordergründig eine amüsante Verwechslungsgeschichte, die sich temporeich und höchst unterhaltsam über Verwicklungen zur Schlussauflösung hin bewegt. Doch hinter der scheinbaren Leichtigkeit der witzigen, geistreichen Dialoge steht die gesellschaftskritische Persiflage der viktorianischen Mentalität. Angeprangert werden die übersteigerte Wertschätzung von Rang und Namen und Herkunft. Wilde entlarvt die Oberflächlichkeit und die Unehrlichkeit, die Diskrepanz zwischen Identität und Image. Das Happy End, mit dem der Autor am Schluss der Gattung Komödie Tribut zollt, ist in seiner haarsträubenden Konstruiertheit schliesslich der Gipfel der Ironie.

Kino im Oktober

Boychoir


Der elfjährige Stet hat eine unglaublich schöne Stimme – fällt aber ansonsten in der Schule mehr durch Raufereien auf. Nach dem Tod seiner Mutter fällt seinem leiblichem Vater, den Stet noch nie gesehen hat, das Sorgerecht zu. Dieser setzt sich dafür ein, dass Stet in den American Boychoir und dem dazugehörigen Internat eintreten kann. Der gestrenge Chorleiter Carvelle allerdings hat wenig Sinn für Stets rebellische Eskapaden, sorgt aber andererseits auch dafür, dass Stets Ehrgeiz erwacht. Als gar dessen Ausschluss aus der Schule diskutiert wird, stellt sich Carvelle hinter Stet und wählt ihn ausserdem zur Solostimme eines wichtigen Konzertes des Boychoir in New York. Das aber gefällt nicht jedem...

 

Kino im September

YOUTH („La grande Bellezza“)

Paolo Sorrentinosneues

 

Meisterwerk Der Komponist Fred Ballinger verbringt mit seinem alten Freund, dem Regisseur Mick Boyle, ein paar Tage in einem Wellness-Hotel in den Schweizer Alpen. Die beiden sinnieren über das Leben, derweil sie mit grosser Neugier das Streben von Micks enthusiastischem Autorenpool und das verwirrende Treiben der illustren Gesellschaft um sie herum beobachten – darunter etwa Jane Fonda als zickige Brenda Morel, Paul Dano als junger Schauspieler und Rachel Weisz als Freds schöne Tochter und Assistentin Lena. Während Mick noch voller Tatendrang steckt – er arbeitet gerade am Drehbuch für sein jüngstes Werk – möchte Fred in Frieden seinen Ruhestand geniessen und seine Musikkarriere hinter sich lassen. Doch da gibt es eine eminente Persönlichkeit, die ihn unbedingt nochmals als Dirigent erleben möchte.



Sommerkino Rückblick - 2015

Während den Sommerferien bietet der Frauenverein Feldmeilen jeweils am Montag ein Sommerkinoprogramm an. Mit dem Schiff fahren die Kinobesucherinnen gemütlich von der Schiffstation Herrliberg oder Meilen nach Zürich, entscheiden spontan welcher Film angeschaut wird und geniessen vor Filmbeginn einen kleinen Imbiss.

AT HOME

Regie: Athanasios Karanikolas

 

Letztes Jahr zeigte das Filmpodium Akadimia Platonos, in dem Filippos Tsitos das griechische Prekariat porträtierte. Sein Landsmann Athanasios Karanikolas schildert in die Krise selbst, die mehr eine zwischenmenschliche ist denn eine finanzielle. In der modernen Villa hoch über der Ägäis hat sich die georgische Bedienstete Nadja in der Familie von Stefanos und Evi eingelebt. Sie ist für Evi «wie eine Freundin» und für deren Tochter Iris eine zweite Mutter. Nadjas Freund Markos misstraut der Idylle, und als die Georgierin schwer erkrankt, will Stefanos sie mit einer Abfindung loswerden.

MR. HOLMES

Regie: Bill Condon

 

Meisterdetektiv Sherlock Holmes und sein Gefährte Dr Watson, vom britischen Arzt und Schriftsteller Sir Arthur Conan Doyle (1859-1930) als Literaturfigur erfunden, wuseln in mannigfacher Form durch die Filmhistorie.

LEIPZIGER STREICHQUARTETT

 

Conrad Muck Violine

Tilman Büning Violine

Ivo Bauer Viola

Matthias Moosdorf Violoncello

 Joseph Haydn Streichquartett Es-Dur, op. 1, Nr. 5

Alexander Borodin Streichquartett Nr. 2, D-Dur

Felix Mendelssohn Streichquartett D-Dur, op. 44, Nr. 1

FAR FROM THE MADDING CROWD

Regie: Thomas Vinerberg

 

Im Gegensatz zu vielen anderen Frauen im viktorianischen England ist Bathsheba Everdene auf größtmögliche Unabhängigkeit bedacht, was ihr umso leichter fällt, als sie den Hof ihres Onkels erbt. Dennoch buhlen gleich drei Männer um ihre Aufmerksamkeit: der zurückhaltend-loyale Schäfer Gabriel Oak, der reiche Gutsbesitzer William Boldwood und der übermäßig stolze Soldat Frank Troy.

UMRIKA

Regie: Prashant Nair

 

Amerika ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und das Ziel vieler auf ein besseres Leben – Mitte der 80er-Jahre. Das meinen auch indische Dorfbewohner und träumen von «Umrika». So bricht der junge Udai auf, um sein Glück in den USA zu finden. Seine Familie und sein jüngerer Bruder Ramakant setzen alle Hoffnungen auf ihn. Doch der Auswanderer meldet sich lange nicht, bis eines Tages Briefe des Bruders aus Amerikas eintreffen. Doch die Wahrheit ist bitter. Rama macht sich auf die Suche nach seinem Bruder.


Konzert im Juni

Konzert im Barfussbar

 

20 Jahre unterwegs und immer noch frisch Lisa Berg, Juristin mit Dokorat, Sängerin und Schauspielerin, und David Ruosch, einer der gefragtesten Jazz- und Bluespianisten der Schweiz und Dozent an der Zürcher Hochschule der Künste, begannen ihre gemeinsame Karriere 1995 mit dem Programm “Liebesfalle“. 100 Lieder, 20 Jahre, 8 Programme, 5 CDs und ein Kind später ist das Songschreiberduo immer noch auf der Bühne und im Leben unzertrennbar, angetrieben von einem treuen Publikum und der Goldgräberstimmung bei der Suche nach dem nächsten perfekten Lied.

Kino im Mai

A LITTLE CHAOS

Regie: Alan Rickman

 

In Alan Rickmans Kostümfilm Die Gärtnerin von Versailles verliebt sich Landschaftsgärtnerin Kate Winslet am Hof von Ludwig XIV. in ihren Chef Matthias Schoenarts. Eine Frau soll die Gärten von Versailles bauen, die neuen, prunkvollen Außenanlagen des exaltierten Sonnenkönigs? Profilierte – natürlich männliche - Mitbewerber rümpfen die Nase, als tatsächlich die hübsche, eigensinnige Gärtnerin Sabine de Barra (Kate Winslet) auserkoren wird. Mit ihrem unkonventionellen Ansatz gelingt es ihr, André Le Nôtre, den führenden Landschaftsarchitekten Ludwig des XIV. zu überzeugen, der die Verantwortung für dieses Jahrhundertprojekt trägt. Die beiden werden zu einem professionellen Power- Paar, das die Gartenarchitektur revolutioniert - und das bald mehr als nur das königliche Grün miteinander verbindet. Doch eine schwere Schuld und eine eifersüchtige Hofdame drohen das zart aufkeimende Liebesglück zu sabotieren.

Kino im April

STILL ALICE


 

Gezeigt wird der Film STILL ALICE Mein Leben ohne Gestern.  Julianne Moore gewann zu Recht den Golden Globe und den Oscar für ihre unglaublich präzise, authentische Darstellung der Sprachwissenschaftlerin Alice, der allmählich die Sprache abhanden kommt. Denn in ihrem Kopf macht sich eine Krankheit breit, die Alice‘s Persönlichkeit verändert. Ihr zur Seite spielen ebenso grossartig Alec Baldwin und Kristen Stewart. Mit der Diagnose ‚Alzheimer‘ wird das bislang so perfekt geglaubte Familien- und Alltagsleben, an dem Alice mit allen Mitteln festhalten will, auf eine harte Probe gestellt.


Theater im März

New York in den 1930ern: Lady Elisabeth Bellingham wird erpresst. Ausgerechnet John Stanky, ein zweitklassiger Privatdetektiv, erhält den Auftrag diesen Fall zu lösen - weil man ihn mit einem Star seines Fachs verwechselt. Der klugen und überaus hübschen Auftraggeberin kann er nicht widerstehen. Ihr und dem fetten Honorar zuliebe taucht John ein in höhere gesellschaftliche Kreise um sich bei seinen Recherchen fortan mit biestigen Tanten und einem beleidigten Butler herumzuschlagen. Stankys Benehmen ist nicht von Anfang an erfolgversprechend.

Kino im Februar

FRAU MÜLLER MUSS WEG !

Regie: Sönke Wortmann

 

Frau Müller muss weg; Soviel steht fest, als sich eine Gesandtschaft besorgter Eltern zu einem ausserplanmässigen Termin mit der Klassenlehrerin Frau Müller zusammenfindet. Weil die Noten schlecht sind und am Schuljahresende die Entscheidung fällt, ob die Kinder den Sprung aufs Gymnasium schaffen, sind die Eltern fest entschlossen, mit der Absetzung der Lehrerin zu retten, was noch zu retten ist – koste es, was es wolle! Basierend auf dem erfolgreichen Theaterstück ist „Frau Müller muss weg“ eine spritzige Komödie über den ewigen Kampf zwischen Lehrern und Eltern, die für Ihre Kinder nur das Beste wollen. Entwaffnend ehrlich und extrem komisch.

USFAHRT OERLIKE 

Regie: Paul Riniker

 

Wenn Hans zurückblickt, muss er sagen: Das war ein gutes Leben! Er hat die Welt gesehen, sein Martheli geliebt und ja, zwei, drei Dinge sind schiefgelaufen. Aber darüber muss man nicht reden. Und jetzt? Seit zwei Jahren ist Martha tot, er kann den Alltag kaum noch bewältigen und von einem Besuch beim Tierarzt kommt sein geliebter Hund Miller nicht mehr nach Hause zurück. Hans ist müde. Eigentlich mag er nicht mehr. Er möchte sterben. Aber darüber spricht man nicht. Oder bestenfalls mit Willi, seinem Freund. Ihm vertraut er, ihn betrachtet er als seinen Verbündeten, der ihm helfen soll, seinen Plan umzusetzen. Willi, der wahre Freund, der zu ihm hält bis zum Schluss…

Kino im Januar

SILS MARIA von Olivier Assayas


Maria Enders ist ein international gefeierter Star. Jetzt erhält sie das Angebot, noch einmal in dem Stück zu spielen, das sie einst berühmt gemacht hat: „The Maloja Snake“. Allerdings soll sie nun den Part der älteren Schauspielerin spielen. Mit ihrer Assistentin reist sie nach Sils Maria, in ein Tal, in das der Nebel manchmal hineinkriecht wie eine Schlange. Mit den Proben beginnen sich Realität und Fiktion zu vermischen... Olivier Assayas bringt in seinem Meisterstück Juliette Binoche und Kristen Stewart zu den besten Performances ihrer Karriere. Die magischen Landschaften des Engadins beseelen zudem diesen faszinierend doppelbödigen.

 


2014 Rückblick


Kino im December

Monsieur Claude und seine Töchter


Claude und Marie Verneuil (Christian Clavier und Chantal Lauby) sind ein wohlhabendes, leicht konservatives, katholisches Ehepaar in der französischen Provinz und haben vier attraktive junge Töchter. Die Verneuils können sich nichts Schöneres für ihre Töchter vorstellen, als dass diese von ebenso attraktiven, französischen, christlichen Männern geehelicht werden. Als drei ihrer Töchter sich aber mit einem Chinesen, einem Muslim und einem Juden verloben, hängt der familiäre Haussegen schief. Wenigstens ihre jüngste Tochter ist mit einem französischen Katholiken zusammen. Als dieser zum Kennenlernabendessen vorbei kommt reißt den besorgten Eltern der Geduldsfaden: Denn Charles ist schwarz. Claude und Marie geben ihre Töchter aber nicht so einfach auf und nutzen die Hochzeitsvorbereitungen, um die Beziehungen ihrer Töchter zu sabotieren.

Kino im November

LIEBE UND ZUFALL

Fredi M. Murer

 

Die 76-jährige Elise weiss ganz genau, wie die letzten Jahre ihres Lebens verlaufen werden: Mit Paul, mit dem sie seit 50 Jahren glücklich verheiratet ist, will sie bis zu ihrem letzten Atemzug in der gemeinsamen Villa am Zürichberg wohnen, liebevoll umsorgt von Angela, ihrer treuen Haushälterin. Doch dann wird Angela von einem Theatermann entdeckt und für ein Bühnenstück engagiert. Paul fährt mit seinem 68-er Maserati einen Mann an und freundet sich in der Folge mit ihm an; Elise küsst leidenschaftlich einen jungen Tierarzt, der ihrer Jugendliebe Robert zum Verwechseln ähnlich sieht - sie fällt in Ohnmacht...

Theater im November

Theater Heubühne


Unterm Birnbaum frei nach der gleichnamigen Kriminalnovelle von Theodor Fontane; Ein Meisterwerk in seiner verzweifelten Suche zwischen Anpassung an dörfliche Kleingeistigkeit und Auflehnung gegen üble Nachrede gepaart mit bizarren Lebensansprüchen.

Ein Balanceakt, bei dem man nur verlieren kann, weil er in eine ökonomische und emotionale Sackgasse führt. Ein Verbrechen scheint der einzige Ausweg. Aber Fontane wäre nicht Fontane, wenn es ihm lediglich um einen Fall aus dem Kriminalarchiv ginge... Und das Atelier Theater wäre nicht das Atelier Theater, wenn es daraus nicht eine Geschichte mit epischen Texten und Gesangsstücken eingebaut hätte. Ermöglicht haben dies Volker Ranisch und Corina Gieré und die Geschichte erzählen werden bekannte Gesichter vom ATM Ensemble sowie zwei Jungschauspielerinnen.

Kino im Oktober

YALOM'S CURE (Freundlicher Weiser)

Sabine Gisiger

 

Der Psychiater und Bestseller-Autor Irvin D. Yalom gilt als der einflussreichste Psychotherapeut der USA. Sein Werk dreht sich um menschliche Beziehungen und den Wert der Selbsterkenntnis. «Yalom's Cure» bietet weit mehr als eine klassische Biografie: Yalom nimmt die Zuschauenden mit auf eine existentielle Reise durch die vielen Schichten der menschlichen Psyche. In der Rolle des Reiseleiters teilt er seine Einsichten und gewährt tiefe Einblicke in sein eigenes Seelenleben. Die Schweizer Regisseurin Sabine Gisiger hat Yalom gelesen und nun hat sie eine Dokumentation gedreht über diesen klugen Mann.

Kino im September

The Hundred-Foot Journey

Lasse Hallström

 

Trüffel oder Tandoori? Dieser charmante kulinarische Film über die Fehde zwischen einem französischen Gourmetrestaurant und einem quirligen indischen Lokal steckt voller Düfte und Gewürze und ist eine Liebeserklärung an die Heimat, die Familie und den einfachen, unverfälschten Geschmack. Seine früheste Erinnerung ist der Duft von scharfem Curry. Als Hassan Haji über einem turbulenten Imbissladen in Bombay das Licht der Welt erblickt, ahnt niemand, welch grosses Talent in ihm schlummert. Erst Tausende Kilometer entfernt, in einem verschlafenen französischen Dorf, entdeckt der Junge seine Leidenschaft für die hohe Kunst des Kochens - und gerät mitten hinein in eine handfeste Restaurantfehde: Seiner indischen Grossfamilie und ihrem lebhaften Lokal schlägt die offene Verachtung der alteingesessenen Madame Mallory entgegen, die genau gegenüber einen sternedekorierten Gourmettempel führt.

Kino im Juni

ONE CHANCE

 

Der Waliser Paul Potts hat eine grosse Stimme und einen grossen Traum: er möchte Opernsänger werden. Doch dafür hat ausser Potts Mutter niemand Verständnis, schlimmer noch: in der Schule wird er von seinen rüden Mitschülern schikaniert und im Berufsleben ist eine Anstellung in einem Handy-Laden das höchste der Gefühle. Doch Potts gibt nicht auf und besucht eine Opernschule in Venedig. Ausserdem bahnt sich eine Beziehung mit der lebensfrohen Julz an. Als ein Vorsingen vor Pavarotti zum Desaster gerät, zieht sich Potts ernüchtert in seinen Heimatort zurück. Bis seine nun Angetraute Julz ihn auf die Castingshow „Britains‘s Got Talent“ aufmerksam macht. Potts wagt einen letzten Versuch, seinen Traum wahr zu machen...

 

 

Theaterbesuch statt Kinoabend !

Statt Kinoabend besuchte der Frauenverein die Theatergruppe Bergmeilen


Operation Vogelschüüchi

in drei Akten von Beatrice Lanz

Unterschiedlicher könnten sie nicht sein, die Zwillings-schwestern. Gabriela ist eine geldgierige und kalte Geschäftsfrau, ihre Schwester Tamara hingegen kümmert sich liebevoll um die nicht immer zahlungsfähigen Pensionäre in ihrer alten Villa. Als Gabriela das alte Haus plötzlich verkaufen will und Tamaras Geldsorgen immer grösser werden, merken die Pensionäre endlich, dass auch ihr Zuhause in Gefahr ist. Mit nicht immer ganz legalen Mitteln versuchen der Ex-Hochseematrose Karl, der pensionierte Buchhalter Röbi und die Taschendiebin Jenni den Hausverkauf abzuwenden und auch gleich noch ein wenig Geld aufzutreiben. Unterstützung bekommen sie von der tatkräftigen Nachbarin Marlies und ihrem schüchternen Sohn Konrad. Die potentiellen Hauskäufer werden gleich mehrfach hinausgeworfen und als sie auch noch Tamara überzeugen, bei ihrer Operation mitzumachen, ist das Durcheinander komplett. Da weiss nicht einmal mehr der arme Konrad, wem er jetzt eigentlich einen Antrag gemacht und wem den Laufpass gegeben hat.

 

Kino im Februar

PHILOMENA

 

Sie ist „a little old Irish Lady“ und alles andere als der Typ Frau, mit dem sich der Politjournalist Martin Sixsmith für gewöhnlich abgibt. Doch als sich die Wege der beiden 2002 kreuzen, befindet sich Sixsmith beruflich im Aus, und Philomena hat nach fünfzig Jahren beschlossen, ihr Schweigen zu brechen. Sie erzählt von einem unehelichen Baby und wie dieses von katholischen Ordensschwestern zur Adoption weggegeben wurde. Nun will sie ihr Kind, Anthony, noch einmal wieder sehen. Der Deal ist simpel: Sixsmith hilft Philomena bei der Suche und darf nachher ihre Geschichte publizieren. Eine Reise von ungewissem Ausgang zweier grundverschiedener Menschen beginnt. Mit der glänzend aufgelegten Judi Dench und Steve Coogan (THE LOOK OF LOVE) in den Hauptrollen gelingt Stephen Frears (THE QUEEN) ein Film mit viel Herz und einer grossen Portion britischen Humors.

Kino im Januar

DIE FRAU, DIE SICH TRAUT


Der Job, die Enkelin, der Sohn, der mit seiner schwangeren Freundin bei ihr lebt: Voller Hingabe kümmert sich Beate um alles und um jeden. Auch für ihre beste Freundin Henni hat die ehemalige DDR-Leistungsschwimmerin immer ein offenes Ohr. Doch dann erhält Beate eine beunruhigende ärztliche Diagnose. Fortan hat sie keine Lust mehr, ihre Wünsche und Bedürfnisse ständig zurückzustellen. Beate möchte sich endlich einen lang gehegten Traum erfüllen: einmal den Ärmelkanal zu durchschwimmen. Ihre erwachsenen Kinder sind alles andere als begeistert. Doch Beate beginnt zu trainieren. Mit ihrer Freundin Henni an der Seite macht sie endlich etwas nur für sich - und begibt sich auf den Weg zu sich selbst...

 

2013 Rückblick


Kino im Dezember

BLUE JASMINE


Verwöhnt von ihrem reichen Ehemann lebt Jasmine ein Leben in Luxus und Sorglosigkeit, das sich jäh in einen Albtraum verwandelt, als ihr Mann wegen illegaler Geschäfte verhaftet wird. Ohne Geld und vergoldeten sozialen Status macht sich Jasmine auf, um in San Francisco bei ihrer Schwester Unterschlupf zu finden - deren bescheidenes Mittelstand-Leben ihr gewaltig gegen den Strich geht. Alkohol, Psychopharmaka und eine permanent schlechte Laune helfen nicht gerade, Jasmine für ein neues Leben fit zu machen, auch wenn sie mit völlig unrealistischen Mitteln versucht, einen Job zu finden. Lieber wäre es Jasmine freilich, durch einen neuen Lover in ihr altes Leben zurückzukehren...

Kino im November

MARY QUEEN OF SCOTS


Die schottische Königin Mary Stuart verbringt ihre Jugend in Frankreich. Sie soll auch die französische Krone tragen, doch jung verheiratet, stirbt ihr kränklicher Gemahl. Mary kehrt alleine in das vom Krieg versehrte Schottland zurück. Zur selben Zeit wird Elisabeth Königin von England. Für Mary ist sie wie eine Zwillingsschwester, der sie sich offenherzig anvertrauen kann. Sie heiratet erneut und gebärt einen Thronfolger. Ihr Mann, Lord Darnley, entpuppt sich als Schwachkopf. Als Mary ihre grosse Liebe im Earl of Bothwell findet, lässt sie Darnley meucheln und heiratet Bothwell. Entsetzt über diese von blinder Leidenschaft getriebene Tat, entziehen ihr die Adligen und das Volk die Gefolgschaft. Um eine blutige Schlacht zu verhindern, muss Mary auf ihren geliebten Bothwell verzichten. Verzweifelt sucht sie Hilfe bei Elisabeth, die sie jedoch einsperren lässt. Nach 19 Jahren im goldenen Käfig gewährt ihr Elisabeth die "Erlösung" durch das Schafott.

Kino im Oktober

GLORIA


Gloria ist 58 und denkt überhaupt nicht daran, sich mit ihrem (ohnehin etwas nervigen) Alltag als berufstätige Frau und geschiedene Mutter von zwei erwachsenen Kindern zu begnügen; bei regelmässigen Discobesuchen hofft sie auf ein amouröses Abenteuer und vielleicht noch etwas mehr. Als sie mit dem älteren Rodolfo eine Affäre beginnt, scheint dieses Glück zum Greifen nah. Aber Rodolfo beweist wenig Gespür für seine neue Liebe; seine alte Familie hält ihn in Beschlag und eines Tages verschwindet er plötzlich. Doch Gloria ist nicht die Frau, die das mit sich machen lässt. Für ihre vielschichtige Darstellung wurde Hauptdarstellerin Paulina García an der Berlinale völlig zu recht ausgezeichnet. Ein fein beobachtendes Filmjuwel aus Chile.

Kino im September

LOVELY LOUISE


André ist über 50 und lebt zusammen mit seiner achtzigjährigen Mutter Lousie ein geregeltes Leben im properen gemeinsamen Haushalt. Der Taxifahrer ist begeisterter Modellflieger- und Bastler und sieht keinen Grund, sein Leben zu ändern; auch dann nicht, wenn sich mit der Würstchenbudenverkäuferin Steffi mal eine Frau versuchsweise einen Flirt mit ihm erlaubt. Als allerdings der schon beinahe gefährlich lebensfreudige Bill auftaucht und vorgibt, ein unehelicher Bruder von André zu sein, da ist es mit der drögen Idylle vorbei. Bill, eben aus Amerika angekommen, nistet sich bei André und Louise ein, die nach anfänglichem Bedenken begeistert ist von dem Zuwachs - Bill nährt nämlich ihren alten Traum, in Hollywood beinahe ein grosser Star geworden zu sein. Ob diese WG funktionieren wird?

 

Kino im Juni

ROSIE  -  Ein Film von Marcel Gisler


Lorenz Meran (40), ein erfolgreicher schwuler Schriftsteller in akuter Schaffenskrise, muss von Berlin in die Ostschweiz zurückkehren, weil seine Mutter Rosie nach einem Sturz im Spital liegt. Als er sich dort mit der Tatsache konfrontiert sieht, dass die lebenshungrige Rosie sowohl fremde Hilfe als auch das Altersheim ablehnt, sitzt er vorerst einmal im heimatlichen Kaff Altstätten fest. In den Wirren von Rosies Kampf gegen Bevormundung und den Verlust der eigenen Würde, von Familienzwist und von alten Geheimnissen, entgeht Lorenz beinahe, dass die Liebe an seine Tür klopft.

15 Jahre Kino


Im November 2012 feierte der Frauenverein Feldmeilen seine „15 Jahre Kino“  mit der Vorstellung vom Film "DeLovely". Eine musikalische Biografie über das Leben und die Karriere von Cole Porter und seiner Frau, Linda Lee Thomas.

 

Vroni Heimgartner verdient einen grossen Dank für ihr Engagement und die Organisation der Kinoabende der letzten 15 Jahre.