Kino, Konzert, Theater


Rückblick 2021

TRUE MOTHERS

Ein Anruf bringt das Familienglück von Satoko und ihrem Mann Kiyokazu ins Wanken. Das Tokioter Mittelklassepaar ist in zärtlicher Liebe verbunden und zieht mit inniger Fürsorge den kleinen Asato auf, den sie vor sechs Jahren adoptiert haben. Die Stimme am Telefon behauptet, Hikari zu sein, die leibliche Mutter, die bei der Geburt erst 14 Jahre alt war. Sie will ihr Kind zurück – oder aber Geld. Satoko und Kiyokazu willigen ein, die junge Frau zu treffen. Doch als sie vor ihnen steht, hat sie nicht die geringste Ähnlichkeit mit dem Mädchen, das sie bei der Adoption kurz kennengelernt haben. Wer ist sie wirklich? Und was will sie? Vor dem Hintergrund einer traditionell geprägten Gesellschaft, in der Adoptionen immer noch ein Stigma anhaftet, entwickelt «True Mothers» ein einfühlsames Drama um Liebe und die Frage der Mutterschaft. Der Film basiert auf einem Roman von Mizuki Tsujimura, der 2015 in Japan eine landesweite Diskussion über dieses Thema auslöste.                                                                                                    

HIVE

Farhije hat keine Nachricht von ihrem Mann, der wie so viele andere während des Kosovo-Krieges verschwunden ist. Sie kümmert sich allein um ihre beiden Kinder und ihren kranken Schwiegervater. Um ihre Familie zu ernähren, beschliesst sie, ihren Führerschein zu machen und mit anderen Frauen, die sich in der gleichen Situation befinden wie sie, eine landwirtschaftliche Genossenschaft zu gründen, um Ajvar (eine Mischung aus Paprika und Auberginen) zu produzieren und zu verkaufen. Doch ihr Ehrgeiz und ihr Wunsch nach Autonomie schockieren die Dorfbewohner, von denen einige ihre Arbeit sogar sabotieren. Hartnäckig, energisch und freiheitsliebend kämpft Farhije unerbittlich gegen die Vorurteile ihrer Gemeinschaft, um ihren Kindern und den Frauen ihres Dorfes eine Zukunft zu bieten, während sie gleichzeitig den Verlust des Mannes betrauert, den sie geliebt hat. Eine starke schweizerische-albanische co-Produktion. Auch Nichtmitglieder sind willkommen.                                                                                                           

TIna

Ein schwarzes Mädchen von den Baumwollfeldern, das zur RockQueen wurde. Eine beeindruckende Frau, die sich aus einer gewaltvollen Ehe befreite und mit Ende 40 eine Solo-Karriere hinlegte, die ihr damals kaum jemand zutraute. Und vor allem: eine grosse Musikerin, Sängerin und Performerin, die man am besten mit drei Wörtern beschreibt: Simply the best! «Tina» zeigt auch viele mitreissende Auftritte von Tina Turner, bei denen es einen nur ganz schwer auf dem Kinositz hält. Zuerst möchte man mittanzen, zuletzt sich niederknien. «Tina» ist ein inspirierender Dokumentarfilm über eine bewundernswerte Frau und eine Ikone der modernen Musikwelt.

                                                                                                      

Lunana

Ein junger Lehrer in Bhutan drückt sich vor seinen Pflichten. Auswandern will er und Sänger werden. Prompt folgt ein Verweis: Ugyen muss seinen Dienst vollenden – in der abgelegensten Schule der Welt, so bestimmen es seine Vorgesetzten. Wenig motiviert macht er sich auf den langen Weg durch die atemberaubende Bergwelt und findet sich fernab von seinem gewohnten Komfort in einem Dorf namens Lunana wieder. Nur ein Lehrer könne «die Zukunft der Kinder berühren». Der Film Lunana wurde in Bhutan auf 3‘700 bis 4‘200 m ü.M. mit Solarenergie und LaiendarstellerInnen gedreht, die dort die abgelegenste Schule der Welt besuchen. Ein herzerwärmender Spielfilm aus dem Land des Bruttoinlandglücks.                                                                                                   


Rückblick 2020

Eden für Jeden

Eine junge Frau taucht über ihre Grossmutter in den faszinierenden Kosmos eines Schrebergartens ein: Leid gärtnert neben Freud, Intelligenz neben Einfachheit, Toleranz neben Spiessigkeit. Bald schon verheddert sie sich in einen Kleinkrieg mit dem überkorrekten Schrebergarten-Präsidenten - und kommt dabei einem düsteren Familiengeheimnis auf die Schliche... Ein Film, der, inspiriert von Mano Khalils preisgekröntem Dokumentarfilm «Unser Garten Eden», ein amüsantes, modernes Stück Schweiz erzählt.                                                                                                            

LADIES NIGHT - LITTLE WOMEN

 

Vier junge Frauen im Amerika Mitte des 19. Jahrhunderts, die ihr Leben selbstbestimmt nach eigenen Vorstellungen gestalten wollen und dabei teils grosse gesellschaftliche Hindernisse überwinden: LITTLE WOMEN folgt den unterschiedlichen Lebenswegen der March-Schwestern Jo (Saoirse Ronan), Meg (Emma Watson), Amy (Florence Pugh) und Beth (Eliza Scanlen) zu einer Zeit, in der die Möglichkeiten für Frauen begrenzt waren. Erzählt aus der Perspektive von Jo March, dem Alter Ego von Autorin Louisa May Alcott, und sowohl basierend auf dem Roman wie auch auf den persönlichen Schriften Alcotts.

 

 

Das perfekte Geheimnis

 

Drei Frauen. Vier Männer. Sieben Telefone. Und die Frage: wie gut kennen wir unsere Liebsten wirklich? Bei einem Abendessen wird über Ehrlichkeit diskutiert. Spontan entschließen sich die Freunde zu einem Spiel: Alle legen ihre Smartphones auf den Tisch und alles, was ankommt, wird geteilt, Nachrichten werden vorgelesen, Telefonate mitgehört. Was als harmloser Spaß beginnt, artet bald zu einem großen Durcheinander aus – voller Überraschungen, Wendungen und Offenbarungen. Denn in dem scheinbar perfekten Freundeskreis gibt es mehr delikate Geheimnisse, als man am Anfang des Abends vermuten konnte.